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Waldorf-Kindertagesstätte

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"Kinder sind die wichtigste Zielgruppe der Nachhaltigkeit". Die Waldorf-Kindertagesstätte als besondere soziale Leistung und als ökologisch wirksame Initiative.


In folgenden Bereichen zeigen sich positive Effekte: Die Motivationsmaßnahme gründet in folgenden Anwendungsfeldern:

Kinder sind die wichtigste Zielgruppe für Nachhaltigkeit

Ein Gespräch zwischen Angela Blank und Holger Biller
Betriebskindergärten oder -tagesstätten gibt es inzwischen anderswo auch. Es darf aber vermutet werden, dass  WELEDA das einzige Unternehmen weltweit ist, das für die Kinder seiner Mitarbeiter eine Waldorf-Kindertagesstätte eingerichtet hat. Eine besondere soziale Leistung, aber auch eine ökologisch wirksame Initiative, wie Angela Blank, eine der Erzieherinnen im Kindergarten, empfindet. Eine erzieherische Komponente erlebt auch Holger Biller in seiner Aufgabe als Umweltbeauftragter. Der schonende Umgang mit den Ressourcen ist nicht selbstverständlich und muss immer wieder angemahnt werden. Deshalb lässt Holger Biller sich gerne in der Kindertagesstätte anregen.

Holger Biller: Kinder sind eigentlich die wichtigste Zielgruppe für die Nachhaltigkeit. Um unseren Kindern eine lebenswerte Zukunft zu sichern, müssen wir nachhaltig wirtschaften und erziehen. Die Kinder lernen am Beispiel der Erwachsenen eine nachhaltige Lebensweise, setzen diese selbst um und geben sie wiederum an ihre Kinder weiter. Nur so kann das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung erreicht werden.

Angela Blank: Kinder sind offen und unbefangen. Die Seelenqualität der Ehrfurcht vor der Schöpfung bringen sie eigentlich mit. Und dem kommen wir mit unserer besonderen Pädagogik entgegen. Zum Beispiel pflegen die Kinder Beete, sähen Ostergras ein oder helfen im Garten. So erleben sie die Rhythmen der Natur und erfahren, was die Erde hervorbringt, wenn man sie pflegt.

Holger Biller
: Das ist Umweltpflege im besten Sinn. Ich habe eigentlich die gleiche Aufgabe mit den Erwachsenen, nämlich Umweltbildung zu betreiben. Das ist zum Teil schwieriger, weil sich hier schon Gewohnheiten eingeschliffen haben, die nur langsam zu ändern sind. Ich befürchte überdies, dass leider die Erziehungsaufgabe größtenteils nicht so vorbildlich wahrgenommen wird, wie in diesem Kindergarten.

Angela Blank: Dabei kommt es gar nicht so sehr auf die Zeit an, die man investiert, sondern vielmehr auf die Qualität. Das A und O ist dabei die Selbsterziehung des Erziehenden. Wenn die Kinder spüren, dass wir Erwachsenen uns engagieren und mit dem Herzen bei unserer Aufgabe sind, dann fühlen sie sich angesprochen und werden in ihrer seelischen Entwicklung gefördert.
Holger Biller: Etwas Besonderes und heute nicht mehr Gewöhnliches ist es, dass die Kinder hier ihre erwerbstätigen Eltern am Arbeitsplatz erleben können.

Angela Blank: Ja. Das ist für mich als Erzieherin jeden Tag etwas Besonderes. Arbeit und Erziehung fallen zusammen. Die Kinder gehen mit zum Postholen oder zum Wäschewegbringen und auch mal zum Arbeitsplatz der Eltern. Ich bin überzeugt, dass dies heilsam in beide Richtungen wirkt, also sowohl bei den Kindern als auch bei den Erwachsenen.

Holger Biller: Das denke ich auch. Unsere Arbeitswelt ist heute leider nicht gerade dazu angetan, uns zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur anzuhalten. Es fehlt der unmittelbare Bezug zwischen eigenem Handeln und den ökologischen Konsequenzen. Man denke nur an den immensen Papierverbrauch, der kaum zu steuern ist. Wenn ich als Erwachsener weiß, dass die Kinder mit schauen, verhalte ich mich vorsichtiger, und wenn ich dazu noch erlebe, wie Kinder sich verhalten, lerne ich für mich selbst etwas dazu. Deshalb kann ich meinen Kolleginnen und Kollegen nur empfehlen, die Kindertagesstätte als Teil unseres Unternehmens mehr wahrzunehmen.

Angela Blank: Ich finde es sehr schön, dass Sie ab und zu hereinschauen. Wegen der Hektik des Alltages findet nur selten jemand den Weg zu uns. Dabei könnten die Mitarbeiter hier auch etwas für die persönliche Gesundheit lernen. Das wäre doch den Unternehmenszielen gemäß. Zum Beispiel die heilsame Wirkung des Rhythmus‘ auf die gesundheitliche Verfassung.

Holger Biller: Auch die Natur hat ihren Rhythmus. Und sie kann nicht geschützt werden, wenn wir ihren Rhythmus nicht beachten. Wir meinen uns gänzlich von den natürlichen Rhythmen emanzipieren zu können. Das hat aber negative Konsequenzen für die eigene Gesundheit und für die Gesundheit der natürlichen Lebensgrundlagen. Die positiven Wirkungen einer bewussteren Lebensführung können wir im Kindergarten lernen.

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