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Einführung in das Thema

Nachhaltige Entwicklung (sustainable development) ist seit dem „Erdgipfel“ 1992 in Rio de Janeiro, der größten Gipfelkonferenz des 20. Jahrhunderts, eine Idee, ein Ziel, die/das mehr und mehr Eingang findet in die Köpfe und das Handeln der Menschen.

Auslöser ist die Erkenntnis, dass es in einer Welt mit so viel Armut und Umweltschäden keine gesunde Gesellschaft oder Wirtschaft geben kann. Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung muss ihren Kurs ändern und mehr Rücksicht auf die Belange der Umwelt nehmen. Ziel ist, die Befriedigung der menschlichen Grundbedürfnisse mit einer qualitativ hochwertigen Umwelt und einer gesunden Wirtschaft für alle Menschen der Erde miteinander in Einklang zu bringen. Dies kann keine Nation für sich allein - vielmehr ist eine weltweite Partnerschaft für eine nachhaltige Entwicklung erforderlich.

Anfänge

Schon vor der Rio-Konferenz hat es verschiedene Schritte eines gemeinsamen internationalen Vorgehens zum Schutz der Umwelt gegeben, wobei die erste weltweite Umweltkonferenz überhaupt, die Stockholmer Konferenz für menschliche Umwelt 1972 der UNO (Umweltschutzkonferenz 1972, der vorläufige Höhepunkt gewesen ist. Auf Vorschlag der Stockholmer Konferenz wurde im gleichen Jahr (1972) durch die UN-Vollversammlung das UN-Umweltprogramm  (UNEP = U.N. Environment Programme) gegründet.

Zwischen Stockkolm 1972 und Rio 1992 /Der Brundtland-Report 1987

1983 gründeten die Vereinten Nationen als unabhängige Sachverständigenkommission die Internationale Kommission für Umwelt und Entwicklung (WCED = World Commission on Environment and Development). Diese Kommission veröffentlichte vier Jahre später ihren Zukunftsbericht („Our Common Future“), der auch als Brundtland-Report (nach ihrer Vorsitzenden) bekannt wurde.
Auf der Grundlage dieses und weiterer Berichte begannen die Vereinten Nationen im Jahr 1989 mit den Vorbereitungen zu einer neuen Umweltkonferenz, die 1992 in Rio de Janeiro stattfinden sollte.

Rio-Konferenz 1992

Vom 3.-14.6.1992 schließlich fand die weltweite Umweltkonferenz schlechthin in Rio de Janeiro statt. Auf dieser Konferenz, an der rund 10.000 Delegierte teilnahmen, wurden zwei internationale Abkommen, zwei Grundsatzerklärungen und ein Aktionsprogramm für eine weltweite nachhaltige Entwicklung beschlossen.

Definition von "Nachhaltigkeit"

Der Begriff der Nachhaltigkeit gilt spätestens seit der Rio-Konferenz als Leitbild für eine zukunftsfähige Entwicklung ("sustainable development") der Menschheit. Insbesondere die Agenda 21 und die Lokale Agenda 21 setzen zur Lösung gegenwärtiger und zukünftiger Umweltprobleme auf das Prinzip der Nachhaltigkeit.

Es hat einige Jahre intensiver Vorarbeit bedurft, um sich auf dieses Leitbild weltweit zu verständigen. Noch schwieriger erscheint es, die daraus erwachsenden Anforderungen zu konkretisieren und diesen gerecht zu werden. Künftig soll sich also alles Wirtschaften unter Berücksichtigung ökonomischer und sozialer Dimensionen an den Grenzen der Tragfähigkeit des Naturhaushaltes orientieren.
Der Begriff "sustainable development" wird im Deutschen zumeist mit "nachhaltiger Entwicklung" übersetzt.

Weitere Übersetzungen, die in der Literatur verwendet werden, sind:

- dauerhaft umweltgerechte Entwicklung
- umweltgerechte Entwicklung
- ökologisch-dauerhafte Entwicklung
- zukunftsverträgliche Entwicklung
- nachhaltig zukunftsverträgliche Entwicklung
- zukunftsfähige Entwicklung.

Dieser Begriff umschreibt das Leitbild.

Wie dieses Leitbild umgesetzt wird, was also Nachhaltigkeit konkret bedeutet, darüber gibt sehr viele unterschiedliche Ansätze und Meinungen.


Über die Vielfalt dieser Ansätze können Sie sich im "Lexikon der Nachhaltigkeit" unter http://www.nachhaltigkeit.aachener-stiftung.de/2000/Definitionen.htm informieren.

Zur aktuellen Diskussion von "Nachhaltigkeit" empfehlen wir Ihnen die Website des Rats für Nachhaltige Entwicklung www.nachhaltigkeitsrat.de .





Datei erstellt aus der MIMONA-Datenbank www.mimona.de, Stand: 18.11.2017
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